Das Canine Herpesvirus Typ 1 (CHV-1) ist weltweit bei Hunden verbreitet. Während eine Infektion bei erwachsenen Hunden häufig ohne erkennbare Symptome oder lediglich mit milden Beschwerden verläuft, kann das Virus für neugeborene Welpen besonders gefährlich sein.

Vor allem in den ersten Lebenswochen können Infektionen schwer verlaufen und innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden.

🐶 Warum sind neugeborene Welpen besonders gefährdet?

Sehr junge Welpen können ihre Körpertemperatur noch nicht vollständig selbst regulieren. Die im Vergleich zu erwachsenen Hunden niedrigere Körpertemperatur begünstigt die Vermehrung des Herpesvirus.

Mit zunehmendem Alter und einer besseren Fähigkeit zur Temperaturregulation sinkt das Risiko für die besonders schweren, generalisierten Krankheitsverläufe deutlich.

🐾 Mögliche Symptome bei Welpen

Bei neugeborenen Welpen können unter anderem folgende Krankheitszeichen auftreten:

  • 🍼 vermindertes oder fehlendes Saugen
  • 😴 zunehmende Schwäche und Teilnahmslosigkeit
  • 😢 Unruhe oder anhaltendes Wimmern
  • 🤕 Bauchschmerzen
  • 💩 Durchfall
  • 🤧 Nasenausfluss oder Atemwegsbeschwerden
  • 🩸 kleine Blutungen
  • 🧠 neurologische Auffälligkeiten
  • 🌡️ Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Körpertemperatur
  • ⚠️ schnelle Verschlechterung des Allgemeinzustands

Bei sehr jungen Welpen kann die Erkrankung rasch fortschreiten und tödlich enden.

🐕 Was passiert bei erwachsenen Hunden?

Erwachsene Hunde zeigen nach einer Infektion häufig keine oder nur leichte Symptome.

Möglich sind beispielsweise:

  • 👃 milde Atemwegsbeschwerden
  • 🤧 Nasenausfluss
  • 👁️ Augenbeschwerden
  • 🐕 leichte Allgemeinsymptome

Von besonderer Bedeutung ist CHV-1 jedoch bei Zuchthündinnen und während der Trächtigkeit. Eine Infektion kann unter bestimmten Umständen mit Fruchtbarkeitsproblemen, Aborten, Totgeburten oder lebensschwachen Welpen in Verbindung stehen.

🦠 Wie erfolgt die Ansteckung?

Das Virus kann über engen direkten Kontakt und Körpersekrete übertragen werden. Dazu gehören insbesondere Sekrete aus Nase und Genitalbereich.

Auch eine Übertragung von der Mutter auf ihre Welpen ist möglich – vor, während oder nach der Geburt.

Deshalb spielt CHV-1 insbesondere dort eine wichtige Rolle, wo viele Hunde engen Kontakt miteinander haben.

💤 Das Virus kann im Körper verbleiben

Wie andere Herpesviren besitzt auch CHV-1 eine besondere Eigenschaft:

Nach einer Infektion kann das Virus lebenslang im Körper verbleiben, ohne ständig Krankheitszeichen zu verursachen.

In bestimmten Situationen kann es erneut aktiviert werden. Ein infizierter Hund kann deshalb zeitweise wieder Virus ausscheiden, obwohl er äußerlich gesund erscheint.

⚠️ Bei Welpen schnell handeln

Wenn ein neugeborener Welpe plötzlich nicht mehr trinken möchte, ungewöhnlich schwach wird, ständig wimmert, Atemprobleme entwickelt oder sich sein Allgemeinzustand deutlich verschlechtert, sollte unverzüglich tierärztliche Hilfe gesucht werden.

Bei einem gesamten Wurf mit ähnlichen Krankheitszeichen ist eine schnelle tierärztliche Abklärung besonders wichtig.

🛡️ Vorsorge in Zucht und Welpenaufzucht

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Zuchthündinnen, trächtigen Hündinnen und neugeborenen Welpen erforderlich.

Wichtige Maßnahmen können sein:

  • 🐾 unnötige Kontakte der trächtigen Hündin zu fremden Hunden reduzieren
  • 🧼 auf konsequente Hygiene im Wurfbereich achten
  • 🌡️ für eine geeignete Umgebungstemperatur der Welpen sorgen
  • 👀 Welpen regelmäßig beobachten und ihre Entwicklung kontrollieren
  • 🍼 Trinkverhalten und Gewichtsentwicklung überwachen
  • 🩺 bei Auffälligkeiten frühzeitig tierärztlichen Rat einholen

Je nach individuellem Risiko und Situation eines Zuchtbestandes kann außerdem mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprochen werden, welche spezifischen Vorsorgemaßnahmen einschließlich einer möglichen Impfung der Zuchthündin sinnvoll und verfügbar sind.

❤️ Bei CHV-1 gilt besonders:
Was bei einem erwachsenen Hund nahezu unbemerkt verlaufen kann, kann für einen neugeborenen Welpen eine ernsthafte Gefahr darstellen.

💜 CPP24.com

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