Eine Katze braucht zwei Toiletten – warum ein Katzenklo oft nicht genügt 🐱🚽

Ein Futterplatz, ein Schlafplatz – und selbstverständlich nur eine Katzentoilette? Was für Menschen zunächst vollkommen logisch klingt, entspricht nicht immer den Bedürfnissen einer Katze.

Die bewährte Faustregel lautet:

Anzahl der Katzen + 1 🧮🐾

Für eine einzelne Katze sind daher zwei Katzentoiletten empfehlenswert. Leben zwei Katzen im Haushalt, sollten möglichst drei Toiletten zur Verfügung stehen.

Diese zusätzliche Auswahl ist kein übertriebener Luxus. Sie ermöglicht der Katze, unterschiedliche Ausscheidungsorte zu nutzen und einer verschmutzten, besetzten oder gerade als unangenehm empfundenen Toilette auszuweichen.

Warum zwei Toiletten sinnvoll sein können 🤔

Katzen besitzen ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Sauberkeit, Sicherheit und Kontrolle über ihre Umgebung. Manche Tiere nutzen sogar bevorzugt eine Toilette für Urin und eine andere für Kot.

Zwei Toiletten bieten deshalb mehrere Vorteile:

  • 🧼 Mehr Sauberkeit: Ist eine Toilette bereits benutzt, bleibt eine zweite Möglichkeit verfügbar.
  • 🐈 Freie Entscheidung: Die Katze kann den für sie angenehmeren Ort auswählen.
  • 🏡 Bessere Erreichbarkeit: In größeren Wohnungen oder auf mehreren Etagen sind die Wege kürzer.
  • 😌 Weniger Stress: Die Katze muss keinen Ausscheidungsplatz nutzen, den sie gerade als unsicher oder unangenehm empfindet.
  • 🔍 Bessere Beobachtung: Veränderungen bei der Toilettennutzung können früher auffallen.

Gerade bei sensiblen, älteren oder gesundheitlich beeinträchtigten Katzen kann eine zusätzliche Toilette den Alltag deutlich erleichtern.

Zwei Toiletten – aber nicht direkt nebeneinander 📍

Der Standort ist ebenso wichtig wie die Anzahl. Werden zwei Katzentoiletten unmittelbar nebeneinandergestellt, können sie aus Sicht der Katze wie ein einziger Toilettenplatz wirken.

Besser ist es, die Toiletten an unterschiedlichen, ruhigen und jederzeit erreichbaren Stellen anzubieten. So entstehen echte Wahlmöglichkeiten.

Geeignete Standorte sollten:

  • ruhig und übersichtlich sein,
  • nicht unmittelbar neben Futter oder Wasser liegen,
  • jederzeit zugänglich bleiben,
  • keine Sackgasse darstellen,
  • und der Katze möglichst einen freien Rundumblick ermöglichen.

Waschmaschine, laute Haushaltsgeräte, stark frequentierte Durchgänge oder plötzlich zufallende Türen können einen Toilettenplatz unattraktiv machen. ⚠️

Die richtige Größe: Bewegungsfreiheit statt Platzsparmodell 📏

Eine Katzentoilette sollte groß genug sein, damit sich die Katze bequem umdrehen, scharren und in einer natürlichen Haltung Urin oder Kot absetzen kann.

Als Orientierung kann ein Maß von ungefähr 56 × 42 × 23,5 Zentimetern dienen. Entscheidend ist jedoch immer die tatsächliche Körpergröße der Katze. Die Diagonale der Toilette sollte mindestens ihrer Körperlänge entsprechen – ohne Schwanz gemessen.

Für große Katzen können daher Maxi-, XXL- oder Jumbo-Toiletten erforderlich sein. Ein äußerlich großes Modell ist allerdings nicht automatisch komfortabel: Bei Haubentoiletten kann der Deckel trotz ausreichender Grundfläche zu niedrig sein.

Hoher Rand oder flacher Einstieg? 🐾

Ein hoher Rand hilft dabei, dass beim ausgiebigen Scharren weniger Streu außerhalb der Toilette landet. Gleichzeitig sollte der Einstieg zur Beweglichkeit der Katze passen.

Für junge und bewegliche Katzen kann ein höherer Einstieg problemlos sein. Senioren, Katzen mit Gelenkbeschwerden oder Tiere mit anderen Bewegungseinschränkungen benötigen dagegen häufig einen flacheren und leichter zugänglichen Einstieg.

Eine gute Katzentoilette verbindet daher:

  • ausreichend Grundfläche,
  • genügend Kopffreiheit,
  • einen passenden Rand,
  • einen bequemen Einstieg,
  • und ausreichend Platz für eine natürliche Körperhaltung.
Haube oder lieber Rundumblick? 👀

Geschlossene Toiletten wirken auf Menschen oft sauberer und diskreter. Nicht jede Katze empfindet eine Haube jedoch als angenehm.

In einer geschlossenen Toilette können sich Gerüche stärker sammeln. Gleichzeitig ist die Sicht eingeschränkt und die Katze hat häufig nur einen Fluchtweg. Viele Tiere bevorzugen deshalb offene Schalen, in denen sie ihre Umgebung beobachten können.

Wird eine Haubentoilette gemieden, kann es helfen, zunächst die Schwingtür zu entfernen oder testweise eine offene Toilette anzubieten.

Entscheidend ist nicht, welches Modell im Wohnraum am schönsten aussieht, sondern welches die Katze zuverlässig, entspannt und ohne Zögern nutzt. 🐱

Sauberkeit entscheidet mit 🧹✨

Auch die beste Katzentoilette wird unattraktiv, wenn sie nicht regelmäßig gereinigt wird. Urin- und Kotreste sollten möglichst zeitnah entfernt werden. Die vollständige Reinigung muss hygienisch erfolgen, ohne stark parfümierte Mittel zu verwenden, deren Geruch die Katze abschrecken könnte.

Verändert eine Katze plötzlich ihre Toilettengewohnheiten, setzt sie außerhalb der Toilette ab oder zeigt Schmerzen und Unruhe, sollte das nicht als Protest interpretiert werden. Neben ungünstigen Bedingungen können auch gesundheitliche Ursachen dahinterstehen, die tierärztlich abgeklärt werden sollten. 🩺

Die wichtigste Erkenntnis 💙

Eine zweite Toilette bedeutet nicht, dass die erste ungeeignet sein muss. Sie gibt der Katze vielmehr die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.

Für eine Katze sind zwei saubere, ausreichend große, gut erreichbare und räumlich getrennte Toiletten häufig die bessere Lösung. 🐈🐾

Gute Katzenhaltung beginnt dort, wo wir nicht nur unsere eigenen Vorstellungen berücksichtigen, sondern die Welt auch aus der Perspektive der Katze betrachten.

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