🍎🐕 Apportieren mit Äpfeln – Spiel, Bewegung und Nasenarbeit auf der Fallobstwiese

Eine Fallobstwiese kann für Hunde ein spannender natürlicher Trainingsplatz sein. Zwischen Gras, Blättern und unterschiedlichen Gerüchen lassen sich herumliegende Äpfel hervorragend in ein abwechslungsreiches Apportier- und Suchtraining einbauen.

Dabei geht es allerdings nicht darum, dass der Hund die Äpfel anschließend frisst. Der Apfel wird zum Trainingsgegenstand: suchen, aufnehmen, zurückbringen und auf Signal wieder abgeben.

🐾 Warum Apportieren auf der Fallobstwiese so interessant ist

Beim klassischen Ballspiel ist der Gegenstand für den Hund meist sofort erkennbar. Auf einer Fallobstwiese sieht die Situation anders aus: Zwischen vielen ähnlichen Äpfeln soll der Hund genau den Apfel finden, der geworfen oder für ihn ausgelegt wurde.

Das verbindet verschiedene Fähigkeiten:

  • 👃 Nasenarbeit und Geruchsunterscheidung
  • 🧠 Konzentration und Aufmerksamkeit
  • 🐕 kontrolliertes Apportieren
  • 🤝 Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund
  • 🗣️ Training von Signalen wie „Such“, „Bring“ und „Aus“
  • 🌳 Bewegung und Beschäftigung in natürlicher Umgebung

Gerade die Kombination aus Bewegung, Gerüchen und einer konkreten Aufgabe kann das Training für den Hund besonders abwechslungsreich machen.

🍎 Der Apfel ist kein Tennisball

Beim Training mit Äpfeln gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied zu normalen Apportiergegenständen:

Der Hund sollte den Apfel möglichst nicht zerbeißen oder vollständig auffressen.

Apfelkerne enthalten sogenannte cyanogene Glykoside. Beim Zerkauen können daraus geringe Mengen Cyanid freigesetzt werden. Einzelne versehentlich verschluckte Apfelkerne führen bei einem Hund normalerweise nicht sofort zu einer Vergiftung – trotzdem sollten Kerne und Kerngehäuse nicht bewusst verfüttert werden.

Deshalb sollte beim Apportieren immer darauf geachtet werden, dass der Hund den Apfel lediglich trägt und anschließend zuverlässig abgibt.

⚠️ Fallobst genau kontrollieren

Nicht jeder Apfel auf einer Fallobstwiese eignet sich zum Training.

Faulige, stark beschädigte, verschimmelte oder bereits gärende Früchte gehören nicht ins Hundemaul. Gerade länger liegendes Fallobst kann verderben oder gären.

Vor dem Training deshalb einige geeignete, möglichst unbeschädigte Äpfel auswählen und diese gezielt für die Übungen verwenden.

🎯 So kann das Training aussehen

Zunächst wird ein geeigneter Apfel nur wenige Meter weit geworfen. Der Hund bekommt sein bekanntes Apportiersignal und bringt ihn zurück.

Anschließend kann die Schwierigkeit langsam gesteigert werden:

Der Apfel wird ins höhere Gras gelegt, hinter einem Baum versteckt oder zwischen anderen Äpfeln platziert. Der Hund muss nun zunehmend seine Nase einsetzen und konzentriert suchen.

Besonders wichtig ist dabei ein zuverlässiges „Aus“. Nach dem Zurückbringen gibt der Hund den Apfel ab und erhält seine normale Belohnung.

So lernt er:

Finden → aufnehmen → bringen → abgeben → Belohnung erhalten.

Nicht:

Finden → zerbeißen → auffressen.

❤️ Beschäftigung mit Köpfchen

Richtig durchgeführt kann das Apportieren mit Äpfeln auf einer Fallobstwiese eine schöne Kombination aus Bewegung, Nasenarbeit, Konzentration und gemeinsamer Beschäftigung sein.

🍎 Geeignete Äpfel auswählen.
👃 Suchen und apportieren lassen.
🐕 Kontrolliertes Tragen fördern.
🗣️ Ein zuverlässiges „Aus“ trainieren.
⚠️ Zerbeißen und Fressen der Kerne vermeiden.
🌳 Verdorbenes oder gärendes Fallobst grundsätzlich liegen lassen.

Aus einem einfachen Apfel wird so eine spannende Trainingsaufgabe für Mensch und Hund.

💜 CPP24.com

Beschäftigen. Fördern. Gemeinsam lernen.